Das Macht-Syndrom

Kategorie: Strukturen der Macht
Von: Fosar/Bludorf

Kommandozentrale von NORAD (Cheyenne Mountain, Colorado)

Wird die Matrix schon kontrolliert?

Nach den Terroranschlägen vom 11. September wurden in den USA geradezu hektische Aktivitäten erkennbar, allenthalben die Bürgerrechte zu beschneiden und eine totale und flächendeckende Überwachung der gesamten Bevölkerung zu installieren. „Total Information Awareness" (TIA, Totale Informationswahrnehmung) war das Schlagwort, mit dem die DARPA (Defense Advanced Research Project Agency), die futuristische Forschungsabteilung des Pentagon, den gläsernen Bürger schaffen wollte.

Doch im Sommer dieses Jahres schien die Vernunft zu obsiegen. Im Juli verbot der US-Senat, überraschenderweise sogar einstimmig, für dieses Projekt noch Geld zu bewilligen, weder für die Forschung im Bereich TIA, noch für den praktischen Einsatz. Das Ende von „Big Brother"?

Weit gefehlt. Die Strategen des Überwachungsstaates mussten nur umdenken lernen. Ganz offenbar sitzt die Terrorangst im Sommer 2003 bei der amerikanischen Bevölkerung nicht mehr tief genug, um Brachialmethoden mit dem Holzhammer durchdrücken zu können. Selbst erzkonservativen Senatoren waren die DARPA-Vorschläge zu weit gegangen. Also entschloss man sich, von nun an subtiler, sozusagen aus dem Untergrund, vorzugehen.

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