01.12.2012 20:25

Die Zukunft beginnt in der Wüste

Kategorie: Exotische Technologien, unbekannte Flugobjekte
Von: Franz Bludorf

Das „Silicon Valley“ der Raumfahrt in Kalifornien

Jahrzehntelang führte er ein Schattendasein im Nirgendwo der kalifornischen Wüste, zwei Autostunden nördlich von Los Angeles - der Mojave Airport. Nachdem zuerst die zivile, ab 1959 auch die militärische Nutzung aufgegeben wurde, verwendeten höchstens Pilotenschüler den abgelegenen Flugplatz noch für Trainingsflüge. Zeitweise wurden die Landebahnen sogar zum Trocknen von Rosinen zweckentfremdet. Doch der Ort erlebte Anfang des neuen Jahrtausends eine unerwartete Wiedergeburt. 2004 wurde er als Mojave Air & Space Port nach Jahren der Arbeit im Stillen offiziell neu in Betrieb genommen. Von der Öffentlichkeit kaum beachtet, war das Gelände zum ersten privat betriebenen Raumflughafen der USA geworden.

Nur vier Tage nach der Wiedereröffnung startete vom Mojave-Raumflughafen das Space Ship One zu seinem Jungfernflug - der erste private Raumflug der Geschichte. Das Raumschiff wurde von einem Trägerflugzeug bis in eine Höhe von 14,3 Kilometern und wurde dann ausgeklinkt. Trotz einiger technischer Probleme beförderte der Raketenantrieb das Space Ship One knapp über die geforderte Höhe von 109 Kilometern, was der von der Fédération Aéronautique Internationale definierten Grenze zum Weltraum entspricht.

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