01.03.2012 12:03

Antimaterie und Antiwissen

Kategorie: Mensch und Kosmos
Von: Grazyna Fosar

Ein Antibrief an eine Antiwelt

Spätestens seit dem Bestseller „Illuminati“ von Dan Brown ist Antimaterie „in“. Das Rätsel dieses ebenso geheimnisvollen wie potentiell gefährlichen Gegenpols zu unserer gewohnten Materie wirft viele Fragen auf. Ist Antimaterie eine Bedrohung für unsere Welt (so wie Dan Brown es darstellt)? Kann man sie eines Tages als Waffe benutzen oder als unerschöpfliche Energiequelle? Vielleicht als Treibstoff für Raumschiffe der Zukunft?

Die spannendste aller Fragen ist jedoch: Gibt es womöglich eine zu uns gespiegelte Welt, in der Antimaterie „normal“ und unsere Materie sozusagen „anti“ ist? Durch die Mystery-Serie „Fringe“ ist auch das Denkmodell paralleler Welten populär geworden.  In der Regel sind derartige Parallelwelten nicht aus Antimaterie aufgebaut, sondern ganz ähnlich zu unserer, nur durch eine winzige Dimensionsbarriere von uns getrennt. Ein Mensch könnte also durch ein hypothetisches Tor in eine solche Parallelwelt eintreten, ohne sich dabei in Strahlung aufzulösen, da es auf beiden Seiten den gleichen Typ Materie gibt. Man könnte also bei einer derartigen Dimensionsreise gefahrlos jemandem die Hand schütteln.

Doch auch die Möglichkeit der Existenz sogenannter Spiegelwelten, die aus Antimaterie aufgebaut sind, wird in der Wissenschaft durchaus diskutiert. Unter bestimmten Bedingungen würden, wie man heute weiß, in einer solchen Welt sogar die gleichen physikalischen Gesetze gelten wie bei uns. Wäre ein Kontakt zu einer solchen Spiegelwelt möglich? Wäre er eventuell sogar gefährlich?

Ein Wissenschaftlerkollege hat sich mit diesen Fragen auseinandergesetzt, indem er einen „Antibrief“ an die „Antiwelt“ geschrieben hat.

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