01.06.2011 07:43

Leben im Kosmos

Kategorie: Mensch und Kosmos
Von: Fosar/Bludorf

Christian de Duve

Zufall oder Notwendigkeit?

Die Entstehung des Lebens auf der Erde kann in zwei Phasen unterteilt werden. Den Übergang zwischen beiden Phasen markiert der Moment, an dem das erste selbstreplizierende Molekül, vermutlich die RNA, auftrat. Die erste Phase war allein von den Gesetzen der Chemie bestimmt. In der zweiten Phase kam noch die Selektion hinzu, ein notwendiger Begleitumstand, da es bei der Selbstreplikation unvermeidlich zu Fehlern kommt. Die Betrachtung der beiden Phasen lassen vermuten, daß sich Leben nahezu zwangsläufig entwickeln mußte unter den physikalisch-chemischen Bedingungen, die am Ort seiner Entstehung vorherrschten. Daher erscheinen extrasolare Planeten mit ähnlichen Bedingungen als mögliche Entstehungsorte außerirdischen Lebens.

Der Biochemiker Christian de Duve vertritt die Hypothese, daß die Entstehung des Lebens im Kosmos zwangsläufig erfolgte. Anstatt des „einmaligen Zufalls“, der zur Lebensentstehung auf der Erde führte, prägte er den Begriff des Lebens als „kosmischer Imperativ“.

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