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24.11.2014 00:00 Alter: 5 yrs
Kategorie: Exotische Technologien, unbekannte Flugobjekte
Von: Grazyna Fosar / Franz Bludorf

Das Philadelphia-Experiment


Auf dem Logbucheintrag der Eldridge vom 28. 10. 1943 sind geographische Koordinaten vermerkt, wonach sich das Schiff in New York aufgehalten hat. Der handschriftliche Vermerk sagt allerdings auch aus, dass man elektromagnetisches „HF/BF-Equipment“ kalibriert habe.

Die USS Eldridge bei der Übergabe an Griechenland am 15. 1. 1951.

Berichte über das Philadelphia-Experiment basieren vorrangig auf Erinnerungen von Carlos Miguel Allende, einem einfachen Matrosen, der damals auf dem Handelsschiff SS Andrew Furuseth Dienst getan hatte. Allende schilderte in mehreren Briefen an den Astrophysiker Morris K. Jessup, er habe im Oktober 1943 im Hafen von Philadelphia seltsame Vorgänge auf dem Kriegsschiff USS Eldridge beobachtet, das dem Konvoi als Begleitschutz diente. Laut Allendes Berichten soll die US Navy an Bord der Eldridge unter dem Codenamen „Project Rainbow“ Experimente mit starken Magnetfeldern durchgeführt haben, um das Schiff für feindliches Radar unsichtbar zu machen (nach anderen Berichten dienten die Magnetfelder zur Abwehr deutscher Torpedos, die mit Magnetzündern ausgerüstet waren). Dabei will Allende von Bord seines Schiffes aus gesehen haben, dass die Eldridge für kurze Zeit unsichtbar wurde und dann nach etwa 15 Minuten wieder auftauchte. Die Auswirkungen auf die Besatzung seien katastrophal gewesen. Einige Seeleute hätten schwere Verbrennungen erlitten, andere seien sogar mit dem Schiffsrumpf verschmolzen gewesen. Wieder andere waren spurlos verschwunden. Nach Allendes Aussagen waren an dem Experiment berühmte Wissenschaftler beteiligt, allen voran der Mathematiker und Physiker John von Neumann (der als Vorbild für die Figur des „Dr. Longstreet“ in der Hollywood-Verfilmung des Philadelphia- Experiments diente). An den theoretischen Vorarbeiten – vor allem über die Einheitliche Feldtheorie – sollen allerdings auch Bertrand Russell und Albert Einstein beteiligt gewesen sein. Tatsache ist, dass von Neumann während des zweiten Weltkrieges für das US-Militär tätig war. Er stieß später auch zu den Mitarbeitern des Manhattan-Projekts in Los Alamos. Die Navy bestritt offiziell, dass das Experiment je stattgefunden hat, und auch die Öffentlichkeit nahm Allendes bizarren Bericht eher mit Skepsis zur Kenntnis. Logbuchaufzeichnungen der Eldridge scheinen zu belegen, dass sich das Schiff im Oktober 1943 nicht in Philadelphia, sondern in New York befunden hat. Aber auch die offiziellen Zeitangaben weisen Unstimmigkeiten auf. Als die Eldridge 1951 ausgemustert und an Griechenland verkauft wurde, stellte sich heraus, dass als Termin der Fertigstellung in den Originaldokumenten der 25. Juni 1943 vermerkt war, während die US Navy das Schiff mit gefälschten Papieren übergeben hatte, wonach es erst einen Monat später vom Stapel gelaufen sein soll. Es gibt keinerlei Belege, was mit der Eldridge während dieses Monats passiert ist. Vielleicht fanden die Experimente ja schon im Sommer 1943 statt, als es keine Logbuchaufzeichnungen gab. Allende schrieb seine Briefe erst Mitte der fünfziger Jahre aus der Erinnerung. Er konnte sich also mit dem Datum geirrt haben. Seine umfangreichen Insiderkenntnisse über Fakten und Personen legen dagegen nahe, dass er Kontakte zum Office of Naval Research gehabt haben muss, einer militärischen Forschungseinrichtung, die auch heute noch existiert. Die Unstimmigkeiten der Daten liefern jedenfalls noch keine Beweise für oder gegen die Authentizität von Allendes Schilderungen. Inzwischen ist jedoch bekannt geworden, dass starke Magnetfelder tatsächlich Raum-Zeit-Tunnel eröffnen können, und dass es dabei zu exakt den Nebenwirkungen kommen kann, von denen Allende erzählt hat. Wie hätte er, der einfache Matrose ohne höhere Schulbildung, sich eine Geschichte zusammenphantasieren können, die nach heutigem Erkenntnisstand wissenschaftlich stimmig ist, was jedoch zu seinen Lebzeiten noch nicht einmal Wissenschaftlern bekannt war? Oder doch?