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20.11.2014 00:00 Alter: 5 yrs
Kategorie: Mensch und Kosmos
Von: Grazyna Fosar

EISCAT - Erforscht "Norwegens HAARP" Gravitations-Anomalien in der Arktis?


EISCAT-Antennenfeld bei Tromsø (Norwegen).

Diese spiralförmige Lichterscheinung zog am 9. 12. 2009 über den Himmel der Polarregion. Reste einer abgestürzten russischen Rakete oder misslungenes EISCAT-Experiment?

Aktuelles zum Vorfall von Tromsø, 9. 12. 2009

 

Am 9. 12. 2009 ging eine Meldung über eine ungewöhnliche Lichterscheinung in der Polarregion durch die Weltpresse. An jenem Tag wurde über der nordnorwegischen Stadt Skjervoy bei Tromsø ein spiralförmiges Licht gesehen, das über den nächtlichen Himmel zog. Das Ereignis zog sofort die Ufologen der Welt in seinen Bann, aber es wurden auch Vermutungen laut, die Erscheinung habe etwas mit EISCAT zu tun, einer Ionosphärenheizeranlage ähnlich zu HAARP, die ganz in der Nähe installiert ist. Für die diversen Vermutungen hatte ich schon immer Verständnis, da es zu diesem Thema zu wenig offizielle Informationen gibt. Was mich allerdings irritiert, ist die häufig missbräuchliche Verwendung physikalischer Begriffe und Zusammenhänge in solchen Berichten. Als offizieller Verursacher der Lichterscheinung wurde dann der Absturz einer russischen Rakete genannt. EISCAT hatte allerdings an jenem Tag auch ein (misslungenes) Atmosphärenexperiment durchgeführt. Ein Zusammenhang ist jedoch nicht schlüssig belegbar. Im Gegensatz zur militärischen Forschungsstation HAARP soll EISCAT rein wissenschaftlich ausgerichtet sein und beschäftigt sich nach Aussagen der dortigen Wissenschaftler mit der Erforschung oberer Atmosphärenschichten, insbesondere der sogenannten D-Region. Dies ist eine Schicht der Ionosphäre in etwa 50-95 km Höhe. Dort kommt es z. B. zu Funkstörungen durch ionisierende Strahlung von der Sonne. Ein persönlicher Kontakt zu einem der EISCAT-Forscher wirft auf die geschilderten Ereignisse ein neues Licht. Von ihm erfuhr ich von neuen Erkenntnissen von EISCAT über einen möglichen Zusammenhang zwischen elektromagnetischen, akustischen und Gravitationswellen! Wenn das stimmen sollte, wäre es eine Sensation, denn bislang gibt es nicht einmal eine Einheitliche Feldtheorie, geschweige denn eine bekannte Wechselwirkung zwischen Elektromagnetismus und Gravitation. Darauf angesprochen, antwortete der Wissenschaftler, diese Dinge seien in der Tat „pretty interesting“. Es ist schwer, ihm mehr dazu zu entlocken, obwohl er in unseren Gesprächen immer wieder betont, an der EISCAT-Forschung sei „nothing secret“. Möglicherweise eine etwas zu harmlose Formulierung. Immerhin kursieren im Internet teilweise falsche Koordinatenangaben für EISCAT. Wohlgemerkt: Ich will hier nicht unterstellen, die EISCAT-Forscher würden im hohen Norden Norwegens geheime Gravitationswaffen erforschen. Es geht um etwas viel Interessanteres, nämlich darum, dass es diese Wechselwirkungen in der Nordpolarregion tatsächlich gibt! Dies würde die zahllosen Lichterscheinungen in der Gegend erklären, die nicht auf russische Raketen zurückzuführen sind. Bekanntermaßen entstehen an Orten mit Gravitations- und Magnetanomalien häufig sogenannte Vakuumdomänen, atmosphärische Plasmaobjekte, die auch selbstleuchtend sein können. Doch das ist noch nicht alles. Magnetanomalien gibt es am Nordpol zur Genüge, dort, wo das Erdmagnetfeld ein Loch hat und die Feldlinien in die Erde eintreten. Wird dadurch eine korrespondierende Gravitationsanomalie erzeugt? Steht die Arbeit von EISCAT möglicherweise damit in Verbindung, Tore zu anderen Dimensionen zu erschaffen? (In diesem Fall müssten auch manche bizarre Berichte von Polarforschern neu bewertet werden.) Es spricht viel dafür, dass die „pretty interesting“-Themen, mit denen sich EISCAT tatsächlich beschäftigt, in der Zukunft noch eine sehr wichtige Rolle spielen werden. Was Russland im hohen Norden eigentlich so alles treibt, wäre auch interessant. Zumindest kann man vermuten, dass das auch nicht immer alles nur mit Raketen zu tun hat!