Die "Zaubergesänge der Erde" sind jetzt auch hörbar

Die elektromagnetischen Erdfrequenzen werden nicht nur Tag für Tag von wissenschaftlichen Forschungsinstituten auf aller Welt registriert, sie können mit der modernen Digitaltechnik auch hörbar gemacht werden.

  • Elementare Schumann-Erdresonanz - der eigentliche "Zaubergesang der Erde".(Aufgezeichnet mit Hyper2000 Professional). Aufgrund der sehr niedrigen Frequenz (7,83 Hertz) hört man diesen Sound nicht mehr als einen einheitlichen Ton, sondern als ein hämmerndes Klopfen, da das Ohr sieben Schwingungen pro Sekunde bereits auflösen kann (mehr darüber im Buch "Zaubergesang"):
  • Schumann-Frequenz anhören

Im Verlauf eines Gewitters entstehen aber nicht nur die elementaren Schumann-Wellen, sondern weitere Frequenzen, die teilweise sehr interessante Sound-Effekte hervorbringen. Diese werden von der NASA mit speziellen VLF-Receivern aufgezeichnet und anschließend hörbar gemacht (s. hierzu auch NASA online VLF receiver. Hier einige Beispiele:

 

  • Elektromagnetischer "Zaubergesang" eines Gewitters in der Nähe (sogenannte "Sferics"):

 

  • Sferics anhören

  • Die "Zaubergesänge" weiter entfernter Gewitter klingen anders als die Sferics, da sich die niedrigeren Frequenzen über die Ionosphäre langsamer fortpflanzen als die höheren. Dadurch entsteht eine Frequenzverschiebung und damit ein charakteristischer Sound, sogenannte "Tweeks":
  • Tweeks anhören

  • Ist das Frequenzspektrum des Gewitters über eine sehr große Entfernung noch stärker verschoben, entstehen noch andere Sounds, sogenannte "Whistler". Besonders reine Töne ("Pure Whistler") entstehen dabei, wenn sich das Signal entlang einer magnetischen Feldlinie fortgepflanzt hat:
  • Whistler anhören

  • Speziell während ruhiger Zeiten am frühen Morgen kann manchmal auch der sogenannte "Chorus" gehört werden, der wie ein vielstimmiger Vogelgesang klingt. Aber Achtung: Auch dies ist ein "magischer Zaubergesang" der Erde, erzeugt durch die elektromagnetischen Vorgänge in der Atmosphäre. Der Chorus entsteht durch Überlagerung mehrerer Whistler-Signale:
  • Chorus anhören

  • Geradezu unangenehm und auch bedrohlich klingen dagegen die "Zaubergesänge", die von unserer Technik erzeugt werden. Hier ein Beispiel für den Klang des Wechselstromnetzes in einer amerikanischen Großstadt:
  • Netzbrummen anhören

Literatur:

Fosar/Bludorf: Zaubergesang. Argo-Verlag Marktoberdorf 2002.

Fosar/Bludorf: Im Netz der Frequenzen. Michaels Verlag Peiting 2004.