US Navy und Skinwalker-Ranch

 

Grazyna Fosar

 

Am 15. Juni 2019 stellte sich Mr. President den Fragen des abc-Fernsehreporters George Stephanopoulos. Hier der O-Ton:

 

Stephanopoulos: Bevor wir weitermachen - eines der Dinge, die Sie als Präsident haben, ist der Zugang zu allen Informationen in der Welt, zu allen Geheimnissen da draußen, und ich stieß gerade in den letzten paar Wochen beim Lesen mehr und mehr auf Berichte von Navy-Piloten, die UFOs gesehen zu haben schienen. Was denken Sie darüber?

 

Trump: Ich denke, es ist wahrscheinlich, und ich möchte, dass sie denken, was immer sie denken, dass sie sagen, ich habe etwas gesehen, und ich habe gelesen und ich habe gehört. Ich hatte ein sehr kurzes Briefing darüber, aber die Leute reden über UFOs. Ob ich es glaube? Nicht besonders.

 

Stephanopoulos: Glauben Sie, Sie würden es wissen, wenn es Beweise für außerirdisches Leben gäbe?

 

Trump: Ich denke, meine großartigen Piloten, äh, unsere großartigen Piloten würden es wissen. Und einige von ihnen sehen die Dinge wirklich ein bisschen anders als in der Vergangenheit. Also werden wir sehen, wir werden es beobachten, und Sie werden es als Erster erfahren.

 

Der letzte Satz macht deutlich, dass Trump keine Security Clearance für die UFO-Thematik hat. Nicht viele US-Präsidenten hatten sie, aber es gab welche. Im Buch „Status: Nicht existent“ zitierten wir vier hochkarätige US-Geheimagenten, wonach zumindest Präsident Clinton „stonewalled“ war, d. h. nicht die Sicherheitsfreigabe besaß, um alles über das heikle Thema zu erfahren.

 

US-Navy entwirft neue Richtlinie für UFO-Reports

 

Mit dieser Schlagzeile machte das US-Politikmagazin Politico am 23. 4. 2019 auf. Es folgte eine Medienwelle unterschiedlicher Berichte und Pressemitteilungen, die aber meist an der Oberfläche hängenblieben. Am Ende schnappte diese Welle auch den US-Präsidenten.

 

Der Politico-Bericht legt nahe, dass die Navy gewillt ist, die Sache ernsthafter als bisher anzufassen. Der Entwurf soll Richtlinien für Navy-Piloten und anderes Personal bereitstellen, um Berichte über Begegnungen mit „unidentifizierten Fluggeräten“ zu erstellen. Es sei ein signifikanter neuer Schritt, einen formalen Prozess zu schaffen, um die unerklärbaren Sichtungen zu sammeln und zu analysieren – und sie dadurch zu destigmatisieren. Im Klartext: Wenn die Berichte der Piloten in offizielle Kanäle gelenkt werden, sinkt die Gefahr, dass sie damit an die Presse gehen.

 

Dieser bislang nicht öffentlich gemachte Schritt sei die Antwort auf eine Reihe von Sichtungen unbekannter, höchst fortschrittlicher Fluggeräte, die in den Luftraum über Navy-Kampftruppen und anderen sensitiven Militäreinrichtungen eingedrungen waren. Sie seien weit fortgeschrittener als alles, was sich in den Arsenalen der USA oder anderer Nationen befindet. In den Verlautbarungen der Navy wird nirgendwo das Reizwort „UFO“ erwähnt oder gar von „Extraterrestrischen“ geredet. Der neu geprägte Fachbegriff lautet „Unexplained Aerial Phenomena“ (UAP) – unerklärte Luftphänomene.

 

Hier einer der Vorfälle, die letztendlich den US-Senat überzeugten, ein Forschungsprojekt zu initiieren. Als der Flugzeugträger USS Nimitz 2004 im Pazifik kreuzte, 80 Seemeilen vor San Diego, wurde er von einem unbekannten Objekt überflogen. Man ließ sofort zwei Kampfflugzeuge vom Typ F-18 Super Hornet aufsteigen. Ex-DIA-Agent Chris Mellon zitierte später die Aussagen der Navy-Piloten: „Es war weiß und länglich, etwa 40 Fuß lang und vielleicht 12 Fuß dick. Die Piloten waren erstaunt zu sehen, dass das Objekt sich bei Annäherung der Flugzeuge plötzlich reorientierte. In einer Serie diskreter Taumelmanöver, die allen Gesetzen der Physik zu widersprechen schienen, erschien es plötzlich direkt hinter einer der anfliegenden Maschinen. Die Piloten machten Fotos mit der Bordkamera, auch im Infrarotbereich. Sie waren überwältigt von einer Technologie, die sie nie zuvor gesehen hatten.“ … „Das Objekt hat sich zu keiner Zeit feindselig verhalten. “

 

Das war der Startschuss für das Advanced Aviation Threat Identification Program (AATIP – Fortgeschrittenes Luftfahrt-Bedrohungs-Identifikationsprogramm) des Pentagon, auf dessen Erkenntnissen die US Navy jetzt aufbauen will. Ursprünglich ging das Projekt auf eine gemeinsame Initiative von Senator Harry Reid aus Nevada und dem Luft- und Raumfahrtunternehmer Bob Bigelow zurück. Bigelow war bis vor einigen Jahren auch Besitzer der SKINWALKER-RANCH, was sich als sehr praktisch erwies, hinsichtlich der Thematik wie der Geheimhaltung.  Mehr dazu in Matrix3000 Band 112 (2019)​​​​​​​. Unterstützt wurden Reid und Bigelow noch von den Senatoren Daniel Inouye (Demokrat, Hawaii) und Ted Stevens (Republikaner, Alaska).

 

Eine Nacht auf der Skinwalker-Ranch

 

AATIP hat dazu beigetragen, dass sich tatsächlich Wissenschaftler damit zu beschäftigen begannen, wie eine Technologie funktionieren könnte, die sich so verhält wie die gesichteten Flugobjekte. Im Januar 2019 gelang es der Federation of American Scientists, über den Freedom of Information Act ein Dokument über die Arbeit von AATIP freizubekommen, das die Defense Intelligence Agency an den Kongress gesandt hatte. In einer Liste von 38 Publikationen wimmelt es nur so von Hochenergie-Mikrowellenantrieben,

 

Vakuumtechnologie, Wurmlöchern, Dimensionstoren, negativen Energien, Antigravitation, Warp-Antrieben u. v. a. Alles außerhalb der Box! Einziger Schönheitsfehler: Das Dokument enthält nur die Titel und Autoren der Publikationen, dazu jeweils einen Vermerk „UNCLASSIFIED/FOR OFFICIAL USE ONLY“. Es muss in den Publikationen der Fachleute ganz schön zur Sache gegangen sein, wenn man sie nicht mit der Welt teilen will.

 

Joe Gradisher, ein Sprecher der US Navy, teilte der Washington Post mit, man habe keine Absicht, die Informationen über unbekannte Flugobjekte offenzulegen.

 

Das vollständige Faksimile des Dokuments kann hier abgerufen werden.