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Symphonie in Stein

Veröffentlicht am 05.05.2022

Grazynas geheime Gedanken

Reminiszenzen an eine ungewöhnliche Wanderung

Die Geomantie, also das uralte Wissen von der Qualität eines Ortes, ist ein faszinierendes Gebiet. Die Wurzeln dieses Wissens lassen sich von den Hermetikern und Alchimisten des Mittelalters über die Pythagoräer des antiken Griechenlands, die keltischen Druiden in England und der Bretagne, die Feng-Shui-Meister in China bis hin ins alte Ägypten verfolgen. Von da an verliert sich die Spur im Dunkel der Vorzeit, doch es kann kein Zweifel bestehen, dass das intuitive Wissen der Menschen um die Kraft der Orte noch viel älter ist. Steinzeitliche Grabanlagen und Kultstätten beweisen es. Es ist ein Wissen um geheimnisvolle Erd­energien, die bislang mit keinem physikalischen Messinstrument nachgewiesen werden konnten.

Dennoch muss es sie geben. Das einzige Messinstrument, das allerdings bislang zur Erforschung der Kraft eines Ortes zur Verfügung steht, ist der Mensch selbst. Die Impulse, die ein Mensch an solchen Orten wahrnehmen kann, sind schwach und entgehen leicht dem bewussten Empfinden. Deswegen bedient man sich seit langem einiger Hilfsinstrumente, die diese Impulse verstärken und damit sichtbar machen. Die bekanntesten sind Wünschelrute und Bioantenne.
Da wir hier den Bereich der exakten Naturwissenschaft verlassen, wandern wir auf dem Weg nach C. G. Jung: „Wirklich ist, was wirkt.“ Hier höre ich schon einen großen Schrei, dass diese Wirkungen subjektive Eindrücke sind. Glücklicherweise ist es auch subjektiv, ob Schrödingers Katze tot oder lebendig ist. Spätestens seit Entdeckung der Gesetze der Quantenphysik wissen wir, dass jede menschliche Beobachtung und damit auch alle Ergebnisse wissenschaftlicher Forschung im Grunde subjektiv sind. Verabreden wir, dass wir diese Wirkungen auf „Erd­energien“ zurückführen, die mit der Energieausstrahlung von Menschen in Wechselwirkung treten.

Wie ich auf Steinen Klavier spielte

Grazyna Fosar spielt am Roche de Tréal (Bretagne) auf einem 16 Meter langen Dolmen aus der Zeit um 2500 v. Chr. Die großen Steine, die das Dach des Dolmen bilden, stehen unter Spannung wie Klaviersaiten, so dass sie beim Anschlagen saubere Töne erklingen lassen. Diese seit der Megalithkultur bekannte Bauweise wurde erst im 12. Jh. wiederentdeckt - beim Bau der gotischen Kathedralen.Grazyna Fosar spielt am Roche de Tréal (Bretagne) auf einem 16 Meter langen Dolmen aus der Zeit um 2500 v. Chr. Die großen Steine, die das Dach des Dolmen bilden, stehen unter Spannung wie Klaviersaiten, so dass sie beim Anschlagen saubere Töne erklingen lassen. Diese seit der Megalithkultur bekannte Bauweise wurde erst im 12. Jh. wiederentdeckt - beim Bau der gotischen Kathedralen.Hätten Sie Lust, sich einmal eine Symphonie in Stein anzuhören? Ich konnte sie genießen. Die Technik, durch Spannung in den steinernen Bögen Klangräume zu erzeugen, so wie bei den Saiten eines Klaviers, hat uralte Wurzeln. So steht zum Beispiel in der Nähe des Dorfes St. Just in der Bretagne auf einem Hügel bis heute der Roche de Tréal, ein Dolmen aus der Zeit um 2500 v. Chr., dessen Steine klingen, wenn man sie mit dem Finger oder einem kleinen Stein anschlägt. Durch geomantische Linien ist er verbunden mit weiteren prähistorischen Kultstätten der Umgebung, etwa dem Château Bû, einem in Europa einmaligen Bauwerk aus dem vierten vorchristlichen Jahrtausend.
Niemand weiß bis heute genau, zu welchem Zweck das Château Bû gedient haben mag. Ein »Château«, also eine Burg, ist es mit Sicherheit nicht gewesen. Den Hauptteil der Anlage bildet ein Cromlech, also ein Steinkreis, der aber zu den sonst in der Gegend gefundenen Menhiren keinerlei Ähnlichkeiten aufweist. Zwei unterirdische Grabstätten wurden nachweislich erst viel später, zur Bronzezeit, etwa 1500 v. Chr. hinzugefügt. Handelte es sich um einen vorzeitlichen Tempel oder Opferplatz?

Das Château Bû bei St. Just, ein megalithischer Steinkreis, wurde schon zu prähistorischer Zeit erweitert. Das Kernstück aus dem 4. Jahrtausend v. Chr. - der Cromlech - ist ein klassischer Ort der Kraft. Selbst im Spätsommer, wenn überall das Gras schon braun und verbrannt ist, ist die Vegetation im Innern des Kreises immer noch frisch und grün.Das Château Bû bei St. Just, ein megalithischer Steinkreis, wurde schon zu prähistorischer Zeit erweitert. Das Kernstück aus dem 4. Jahrtausend v. Chr. - der Cromlech - ist ein klassischer Ort der Kraft. Selbst im Spätsommer, wenn überall das Gras schon braun und verbrannt ist, ist die Vegetation im Innern des Kreises immer noch frisch und grün.

Auf jeden Fall ist Chateâu Bû ein heiliger Ort der Kraft. Wir besuchten die Stelle im Spätsommer, als das Gras durch die wochenlang andauernde Sommerhitze überall braun und verbrannt war. Nur im Innern des Steinkreises war es nach wie vor frisch und grün.

Quelle: Matrix3000 Band 122

Mehr über die "Symphonie in Stein" im nachfolgenden Artikel über den Druidenhain.

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