Hypothese 4: UFO-Erfahrungen in Trance maskieren lediglich ein anderes, verdrängtes Trauma, und zwar aufgrund der Inszenierung (genetische Experimente, Ei- oder Samenzellenentnahme) vermutlich sexuellen Mißbrauch in der Kindheit oder eine Vergewaltigung.
Diese Hypothese wird recht häufig geäußert, da sich sexueller Mißbrauch, speziell in der Kindheit, bekanntermaßen auf die unterschiedlichsten Arten als archetypische, alptraumhafte Trauminszenierung äußern kann.
Diese Behauptung ist jedoch keineswegs auf alle Fälle anwendbar. Oft kann sexueller Mißbrauch in der Vergangenheit eindeutig ausgeschlossen werden.
Aus unserer Praxis ist uns sogar ein umgekehrter Fall bekannt, wo eine Regression in die Kindheit einer Frau zunächst ein sexuelles Mißbrauchserlebnis zutage zu fördern schien. Diese Schilderung war jedoch widersprüchlich (die Frau erlebte, während einer Familienfeier von einem fremden Mann mit Motorradfahrermaske verschleppt worden zu sein - keiner in der Familie erinnerte sich daran). Bei weiterer Bearbeitung verwandelte sich dieses Erlebnis in eine klassische "UFO-Erfahrung".
Das Hauptindiz gegen diese Hypothese sind jedoch physikalische Nebenwirkungen, die während der Hypnosesitzungen im Falle derartiger Erlebnisse auftreten, nie jedoch bei "klassischen" traumatischen Erfahrungen (vgl. Haupttext).
Derartige Effekte führen zunächst auf eine physikalische Hypothese zur möglichen Erklärung der "UFO-Erlebnisse".