Hypothese 2: UFO-Erfahrungen in Trance werden den Betroffenen vom Therapeuten in Hypnose erst suggeriert, und sie produzieren diese scheinbaren Erfahrungen nur, um dem Therapeuten unbewußt einen Gefallen zu tun.
Hier sprechen wir einen Problembereich an, der im Grunde nichts mit der UFO-Thematik zu tun hat, sondern mit der Psychologie als Ganzes. Es kommt leider immer wieder vor, daß Psychotherapeuten ihre Klienten durch unprofessionelles Verhalten, z. B. durch das Stellen von Suggestivfragen, beeinflussen (in diesem Fall etwa: "Sie liegen also auf einem Tisch. Schauen Sie sich um. Sehen Sie dort Außerirdische? Machen sie Experimente mit Ihnen?").
Psychologen sprechen in diesem Zusammenhang vom False Memory Syndrome (falschen Gedächtnissyndrom), ein Effekt, der, wie gesagt, nicht für den Themenbereich der UFO-Erfahrungen typisch ist, sondern auch z. B. bei der Exploration verdrängter Kindheitserinnerungen nicht selten auftritt und zwar immer dann, wenn der Therapeut seinem Klienten mit einer vorgefaßten Meinung gegenübertritt und dann im Verlauf der Therapie (meist unbeabsichtigt) alles tut, um diese Meinung bestätigt zu bekommen.
Auch die einschlägige UFO-Literatur ist voll von solch bedauerlichen Vorgängen. In jedem Berufszweig gibt es eben Könner und weniger Qualifizierte. Daneben gibt es jedoch auch eine Reihe seriöser Forscher, neben John Mack vor allem Budd Hopkins und Jacques Vallée, die sich derartiger Voreingenommenheiten weitestgehend enthalten. Auch für uns selbst können wir sagen, daß wir bei den von uns untersuchten Fällen nach bestem Wissen und Gewissen unvoreingenommen vorgegangen sind, was den erfreulichen Nebeneffekt hatte, daß wir bei dieser Arbeit immens viel gelernt haben und unsere eigene Meinung mehr als einmal korrigieren mußten.
Damit ist es klar, daß zumindest ein Teil der "UFO-Entführungen" in dem Sinne real ist, daß sie ein real-traumatisches Erleben verschleiern. Auch hierüber gibt es einige Hypothesen, die Sie hier anwählen können.