Seit drei Jahren ist der kleine Ort Wylatowo
in Westpolen, etwa zwischen Posen und Warschau gelegen, das Zentrum der
polnischen Kornkreisaktivitäten. Im Sommer 2002 hat die polnische
Forschergruppe „Nautilus“, wie schon
im Vorjahr, eineinhalb Monate in Wylatowo verbracht, um die Formationen zu
untersuchen. Leiter der Gruppe ist der bekannte Warschauer Journalist Robert Bernatowicz.

Abb. 1:
Das Zentrum der polnischen Kornkreisaktivitäten bei Wylatowo
Die Nautilus-Forscher haben die „verdächtigen“
Felder rund um Wylatowo im Schichtdienst Tag und Nacht überwacht. Dadurch
konnten sie beweisen, dass die dortigen Piktogramme weder von Spaßvögeln mit
Baumstämmen, noch vom örtlichen Pizzaservice
angefertigt wurden. Satt dessen gelang es ihnen, über den Kornkreisfeldern
einige sehr spektakuläre Fotos und Videoaufnahmen von Vakuumdomänen einzufangen
(Abb. 2-Abb.
5).
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Abb. 2: Eine große pilzförmige Vakuumdomäne schwebt in der
Abenddämmerung über einem Kornkreis bei Wylatowo, Polen (Foto: Stanisław
Barski) Abb. 3: Mit Hilfe der Falschfarbentechnik gelang es
uns nachzuweisen, daß diese Vakuumdomäne nicht einfach ein Lichtreflex war,
sondern eine innere Struktur hatte. |
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Die Bilder der polnischen Kornkreisforscher sind
vor allem deshalb besonders spektakulär, weil sie die Vakuumdomänen am
Nachthimmel zeigen und daher besonders lichtstark und kontrastreich sind.
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Abb. 4: Diese Vakuumdomäne wurde von bläulichen energetischen
Lichtspuren begleitet, die sich in Richtung der Getreidehalme und der
Menschen bewegten. Interessant ist, daß sie in einer bestimmten Entfernung
von belebter Materie eine Beugung erfuhren und ihre Richtung umkehrten. An dieser Stelle entstand später im Laufe
der Nacht ein neues Kornkreispiktogramm (Foto: Stanisław Barski). Abb. 5: Falschfarbendarstellung der Vakuumdomäne aus Abb. 4. |
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Von mehreren Augenzeugenberichten wissen wir
mittlerweile, daß viele Kornkreise tatsächlich auf diese Art entstehen, wie es
in Abb.
4 ansatzweise zu sehen ist. Ausgangspunkt scheint immer
eine über dem Feld kreisende Vakuumdomäne zu sein, die Lichtfäden wie eine
„Gießkanne“ ausstreut, die wiederum für die Entstehung des Kornkreises
verantwortlich sind.
Interessant ist in diesem Zusammenhang auch, daß
in früheren Zeiten die Menschen in Wylatowo ihre Kinder anhielten, nicht auf
diese Felder zu gehen, weil sie dort „vom Teufel geholt werden“ könnten und nie
wieder zurückkehren würden. Der uralte Name Wylatowo dieser Ortschaft leitet
sich übrigens ab von dem polnischen Verb wylatać, das auf Deutsch
so viel wie „abfliegen, wegfliegen“ bedeutet. Was fliegt hier seit
Jahrhunderten weg?
Die Nautilus-Forscher stellten in den Kornkreisen
auch Messungen an, die sie mit uns abstimmten und die daher mit den Ergebnissen
verglichen werden können, die sich bei unseren Messungen im Kornkreis
Schönwalde ergaben. So gelang es
ihnen einmal, mit Hilfe des Uhrenvergleichs sogar eine wesentlich stärkere
Zeitdifferenz festzustellen (1,35 Sekunden auf knapp 1 ½ Stunden), als es in
Schönwalde der Fall war. Das deutet wiederum auf eine erhebliche
Gravitationsanomalie hin.
Aus mehreren Ländern wird außerdem von regem
Interesse militärischer Kreise an den Piktogrammen berichtet.
Bislang gab es für derlei Behauptungen allerdings
kaum konkrete Beweise. Dies hat sich in diesem Sommer ebenfalls grundlegend
geändert. Die polnischen Forscher beobachteten nämlich während ihres
Aufenthalts in Wylatowo, dass regelmäßig polnische Militärjets im Tiefflug über
die Felder mit den Kornkreisen flogen. Einigen gelang es sogar, die Flugzeuge
zu fotografieren (Abb.
6).
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Abb. 6: Polnische Militärjets im Tiefflug über den Kornkreisen
von Wylatowo Abb. 7: Die Graphik beweist, dass es sich bei den
Militärflugzeugen in Abb.
6 um Maschinen vom Typ MIG-21 handelt. |
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Grazyna Fosar befragte hierzu den Pressesprecher
des Kommandanten der polnischen Luftwaffe und der Verteidigung des Luftraums, Major Witold Kalinowski.
Zuerst versuchte Major Kalinowski die Existenz jeglicher
Stützpunkte in der Nähe von Wylatowo zu leugnen, obwohl wir längst wussten,
dass sich dort die 33. Luftwaffenbasis nahe der Stadt Powidz befindet (Abb. 1). Hierauf angesprochen, bestätigte er die Existenz der
Basis, hielt es aber für ausgeschlossen, dass die dort stationierten
Militärpiloten über die Kornkreise geflogen seien.
Auf die Frage, ob es sich bei den Piktogrammeun um
militärische Experimente handelte, antwortete er: „Na, das ist noch die Frage, wessen.“ (vergessen wir nicht, dass
Polen seit einigen Jahren Nato-Mitglied ist!)
Major Kalinowski bat darum, die Fotos der
Nautilus-Forscher sehen zu dürfen, um entscheiden zu können, ob es sich
überhaupt um polnische Flugzeuge handelte, was auch eine vielsagende Antwort
war, denn sie impliziert, dass ganz offenbar auch Flugzeuge anderer
Nato-Staaten über dem polnischen Luftraum operieren können.
Grazyna Fosar konfrontierte ihn daraufhin mit den
Fotos, die eindeutig Flugzeuge russischer Bauart vom Typ MIG-21 zeigen, wie sie
innerhalb der Nato nur von den ehemaligen Warschauer-Pakt-Staaten Polen,
Tschechien und Ungarn noch benutzt werden. Hierauf erhielten wir von Major
Kalinowski keinen Kommentar. Er fügte nur die lakonische Bemerkung hinzu: „Unsere Armee beschäftigt sich mit solchen
Dingen nicht.“
Da wir aber wussten, dass es sich hierbei unter
anderem um ein Phänomen handelt, das mit elektromagnetischen Eingriffen in die
Atmosphäre zu tun hat, fügte Grazyna Fosar die Bemerkung hinzu, dass so etwas
ihrer Meinung nach durchaus in den Zuständigkeitsbereich der Armee fallen
würde. Darauf antwortete der Major kurz und prägnant: „Ja, im Bereich der
Verteidigung. Haargenau. Das ist eine Tatsache.“
Man tut also etwas und leugnet gleichzeitig, dass man
es tut. Derart widersprüchliche Aussagen, wie sie Major Kalinowski gemacht hat,
lassen natürlich vermuten, dass das Militär etwas zu verbergen hat. Es könnte
zweierlei bedeuten:
1. Kornkreise sind Nebenwirkungen einer Technologie, die
geheim gehalten wird, über die das Militär aber genau Bescheid weiß.
2. Das Militär hat keine Ahnung, wer oder was die Kornkreise macht,
beobachtet sie jedoch. Gleichzeitig weiß man nicht, wie diese Aktivitäten zu verhindern
wären, weshalb die ganze Sache wiederum geheim gehalten wird.
Im Falle, dass Punkt 2 zutreffen würde, stellte
sich natürlich die Frage, inwieweit das Kornkreisphänomen, selbst wenn es noch
unerklärt ist, überhaupt relevant ist „im Bereich der Verteidigung“. Die Kreise
selbst sind es sicherlich nicht, wohl aber eine möglicherweise dahinter
stehende Technologie (s. hierzu auch unseren Artikel Ein
Kornkreis in der Nähe von Berlin).