| Überwachung durch Mobiltelefonmasten |
Geheime Forschung an
Radartechnologie, die eine nie da gewesene Überwachung im Stil von "Big
Brother" zuläßt, wird in Großbritannien von der Regierung bezuschußt. Das
radikal neue System, das bei Bürgerrechtsgruppierungen auf Widerstand
stößt, verwendet Antennen des Mobilfunknetzes, so daß Sicherheitsbehörden
Fahrzeuge und Personen fast überall in Großbritannien "zeitgleich" (also
live) überwachen können. Die Technologie "erkennt" die Muster, die
entstehen, wenn Funkwellen, die von Mobilfunkmasten ausgesandt werden, auf
ein Hindernis treffen. Signale, die von unbeweglichen Objekten wie Bäumen
und Mauern zurückgesandt werden, kann der Receiver erkennen und
aussortieren. Dadurch kann alles, was sich bewegt - Autos oder Leute -
aufgespürt werden. Bisher brauchte man dazu riesige Anlagen mit
entsprechender Ausstattung, denn die Übertragungen von Mobilfunkmasten
hielt man für zu schwach.
Das System funktioniert überall da, wo ein Mobiltelefon ein Signal empfangen kann. Durch die Verwendung von Mobiltelefonmasten können Benutzer der neuen Technologie ihren Blick auf Gegenden richten, die Hunderte Meilen entfernt liegen und dort alle sich bewegenden Fahrzeuge und Personen beobachten. Eine Person mit einer tragbaren Empfängereinheit, die nur etwas größer
ist als ein Laptop, könnte das System sogar als persönlichen Radar
benutzen, um die eigene Umgebung zu überwachen. Forscher arbeiten daran,
dem Gerät die "Röntgen-Sicht" zu geben, also durch Mauern sehen zu können.
Das britische Verteidigungsministerium hofft, daß das System eingesetzt
werden kann, sobald es die Finanzen erlauben. Polizei und
Sicherheitsdienste sind an diesem System interessiert. Die Forscher selbst
sagen, dass "Celldar" für Terrorismusbekämpfung, Sicherheits- und
Verkehrskontrollen gedacht sei. |