Elektrosmog stört die
Nachtruhe • Betroffene berichten von Grazyna Fosar und
Franz Bludorf
Schlaflos durch Handymasten

Die inzwischen allgegenwärtigen Handymasten haben bereits in
der Bevölkerung vielfältige Ängste vor möglichen Gesundheitsgefahren ausgelöst.
Die Reaktionen der meisten Wissenschaftler sind eher zurückhaltend bis
skeptisch. Dafür gibt es mehrere Gründe, und zwar zunächst einmal ein
überkommenes Weltbild, das einseitig an der "ABC-Sichtweise"
möglicher Wirkungen festhält ("A"tomar – "B"iologisch –
"C"hemisch), auf dieser Basis zulässige "Grenzwerte"
definiert und dabei biophysikalische und informationsphysikalische Wirkungen
vollkommen ignoriert. Dann dürften natürlich auch wirtschaftliche Gründe eine
Rolle spielen bei der Beurteilung von Gesundheitsgefahren durch die Technik.
Immer mehr sind die Universitäten schließlich auf private Forschungsgelder aus
der Industrie angewiesen. Ein dritter Grund jedoch ist auch zweifellos, dass es
schwer ist, die Auswirkungen der Handystrahlung wissenschaftlich exakt zu
untersuchen. Zu unterschiedlich sind die Symptome, die Menschen in der Umgebung
von Handymasten an sich beobachten.
Gerade diese breite Streuung der Symptome könnte aber auch
die Lösung des Rätsels sein. Die Handystrahlung scheint, zumindest auf lange
Sicht, bei Menschen das chronische Müdigkeits- und Immunschwächesyndrom (CFIDS)
auszulösen, dessen wichtigstes Kennzeichen gerade eine gewaltige
Symptomenvielfalt ist (s. auch unsere Artikel zum Thema unter "1000 Namen für Ihre Gesundheit").
Zu den wichtigsten Symptomen des CFIDS-Syndroms zählen aber
auch schwere Schlafstörungen.
Eine Betroffene berichtete uns, was mit ihr und den Menschen
in ihrem Umfeld geschah, nachdem auf einem Nachbarhaus ein Handymast montiert
worden war:
- Seit wann steht der Mast in der Nähe Ihres Hauses?
- Ich habe ihn zusammen mit einem Kollegen
entdeckt, das war so im Sommer 2001. Eine Nachbarin von mir ist im Jahre 2000
eingezogen. Sie sagte mir, als sie eingezogen sei, habe sie noch nichts
gesehen. Ich habe inzwischen von der Hausverwaltung erfahren, daß er im Dezember 2000 montiert worden ist.
- Wie weit ist er von Ihrem Haus entfernt? Wo genau ist er montiert?
- Etwa 100-150 Meter Luftlinie, auf
einem Hochhaus.
- Wann haben Sie die ersten Beschwerden bemerkt?
- Das fing an im November 2001.
- Also kurz,
nachdem Sie den Mast erstmals gesehen haben...
- Ja. Da bekam ich Kopfschmerzen. Ich
kannte vorher praktisch keine Kopfschmerzen. Der Kopfschmerz zog sich
rundherum, um die ganze Schädeldecke, so als ob mein Kopf in einem Schraubstock
stecken würde, Tag und Nacht. Da konnte ich natürlich auch nicht schlafen,
wegen der Schmerzen.
Ich ging dann zum
Arzt und erklärte ihm, dass ich das nicht mehr aushalten würde. Er vermutete
zunächst, es würde von der Halswirbelsäule kommen, und hat mich krank
geschrieben. Bei der Untersuchung stellte er aber auch fest, dass mein
Immunsystem total zusammengebrochen war. Ich bekam aber seltsamerweise zu jener
Zeit keine der typischen Erkältungskrankungen, Schnupfen, Husten und so.
Zum Jahresende
wollte ich unbedingt wieder arbeiten gehen, weil wichtige Arbeiten zu erledigen
waren, und ich habe mich dann bis zum 18. Januar 2002 so hingeschleppt. Da hat
mich der Arzt dann wieder krank geschrieben, und seit dieser Zeit bin ich zu
Hause.
Am 5. März 2002
hatte ich dann morgens einen totalen Kreislaufzusammenbruch. Als ich aufstehen
wollte, wurde mir schwarz vor den Augen.
- Wann fingen dann die Schlafstörungen an?
- Mitte vergangenen Jahres. Da alle
möglichen Diagnosen sich bislang als falsch herausgestellt hatten, kam ich
langsam auf die Idee, es könnte vielleicht an dieser Handy-Station liegen. Es war
sozusagen die letzte Möglichkeit.
- Was waren das für Schlafstörungen? Einschlafstörungen, Durchschlafstörungen oder was?
- Einschlaf- und Durchschlafstörungen.
Ich lege mich ins Bett, und dann zähle ich die Stunden. Elf Uhr, zwölf Uhr, ein
Uhr, zwei Uhr... Ich schlafe dann manchmal kurz ein und träume sogar. Aber nur
kurz, vielleicht eine halbe Stunde, dann bin ich wieder wach. Und dann in der
Regel bis vier, halb fünf. Und dann gegen Morgen schlafe ich dann wieder ein,
vielleicht für ein, zwei Stunden, und träume auch.
- Also haben
Sie vor allem REM-Schlaf [1],
der Tiefschlaf ist vorrangig gestört...
- Dann stehe ich auf, und tagsüber ist
es nun nicht so, dass ich mich krank fühlen würde, aber ich fühle mich schwach,
und der ganze Körper vibriert, jede Zelle, wie von einem elektrischen Strom,
rund um die Uhr. Wenn ich aber ins Bett gehe und liege, also in der
Ruheposition, spüre ich das noch mehr. Das fing alles im Sommer 2002 an. Das
macht mich natürlich auch so unruhig.
- Was für Symptome haben Sie sonst noch beobachtet?
- Die Kopfschmerzen haben mittlerweile
nachgelassen, aber ich habe eine sehr trockene Haut. Und auch
Augenschwellungen. Meine Augenlider schwellen immer wieder ganz dick an. Es
hieß, ich hätte vielleicht eine Milbenallergie. Aber so etwas hatte ich
niemals. Die Allergie wurde auch nie nachgewiesen.
- Wenn Sie
dann kurze Zeit schlafen können und träumen, sind das dann Alpträume oder
Angstträume?
- Nein, ganz normale Träume. Alpträume
habe ich fast nie. Eher inhaltsreiche, wegweisende Träume, manchmal sogar
vorausschauend, bezogen auf meine Situation. Ich fühle mich durchaus nicht
krank, laufe auch tagsüber viel. Nur da ist dann immer wieder dieser Schwindel,
diese Kreislaufprobleme, ich denke manchmal, ich kippe zur Seite. Ich fühle
mich dann auch so müde und geschlaucht.
- Nun haben
Sie ja kürzlich nochmals den Arzt konsultiert. Was hat er denn diesmal
diagnostiziert?
- Ich habe ihm gesagt, dass ich solche
Beschwerden wie jetzt mein ganzes Leben noch nie hatte und dass ich jetzt so
langsam diesen Handy-Mast in Verdacht hätte, und da schlug er vor, ein
Langzeit-EKG zu machen.
- Und was kam dabei heraus?
- Der Arzt sagte, er hätte noch nie
etwas Vergleichbares gesehen. Das EKG lief vom 15. 1. 2003 abends bis nächsten
Tag, etwa 11 Uhr morgens. Also über Nacht. Folgende Ereignisse traten laut
Befund auf: Ventrikuläre multiforme Extrasystolen [2],
Tachykardie [3], Bradykardie [4], Pausis [5]. Das Maximum der Herzfrequenz lag bei 222
Schlägen pro Minute, um 17.43 Uhr, und das Minimum war um 20.19 Uhr bei nur 20
Schlägen. Die mittlere Frequenz lag bei 77.
- Der Mittelwert ist normal, aber die Extremwerte sind natürlich außergewöhnlich.
- Kurz vor 17.43 war ich
gerade erst in der Nähe meines Hauses spazierengegangen, ungefähr bei dem Haus,
wo der Mast steht.
- Was hat denn der Arzt noch zu diesem Befund gesagt?
- Er hat organische Ursachen
ausgeschlossen. Bislang waren meine EKGs immer vollkommen normal. Er
bezeichnete die anormalen Erscheinungen als Artefakte, also auf äußere
Ursachen zurückgehend. Es wurden insgesamt 23161
Extrasystolen festgestellt, ein enormer Wert.
- Haben Sie
auch einmal mit Nachbarn in Ihrem Haus gesprochen, ob sie ähnliche
Beobachtungen gemacht haben?
- Ja. Meine Nachbarin hat auch, seitdem
die Station da ist, unterschiedliche Symptome und Beschwerden bei sich
beobachtet, zur selben Zeit, als ich den Kreislaufzusammenbruch hatte. Die
Frau, die unter mir wohnt, ist auch im letzten Frühjahr plötzlich in der Küche
zusammengebrochen. Andere Hausbewohner klagen über immer wiederkehrende
Erkältungskrankheiten, die dann sehr hartnäckig sind und nicht ausheilen
wollen. Auch über Schilddrüsen-Überfunktionen, die nicht weggehen wollen, damit
verbundener Gewichtsabnahme etc.
- So äußern sich die Beschwerden bei jedem Menschen individuell nach seinen persönlichen Schwachstellen. Das ist typisch für das CFIDS-Syndrom. Klagen die anderen Nachbarn auch über Schlafstörungen?
- Die Frau unter mir nimmt regelmäßig
Schlafmittel, da sie nicht schlafen kann. Meine Nachbarin geht meist erst
zwischen ein und zwei Uhr nachts ins Bett und steht dann um halb fünf wieder
auf, hat also auch extrem wenig Schlaf.
- Was haben Sie vor, gegen diese Sache zu unternehmen?
- Ich habe mich schon an den Bund für
Umwelt und Naturschutz gewendet und auch an den Hausverwalter, der mir
versprochen hat, von der Telekom genauere Unterlagen über den Mast anzufordern.
Ich werde auch das EKG noch einmal wiederholen lassen, auch ein EEG machen
lassen, da beim letzten Mal da schon ein zu starker Beta-Wellenanteil
registriert worden ist.
- Was ja
auch auf erhöhten Stress hinweist.
- Ich möchte auch versuchen
herauszubekommen, ob nicht bei anderen Menschen ähnliche Anomalien im EKG festgestellt
werden konnten. Ich möchte herausfinden, ob das die Antenne ist, und wenn ja,
dann ziehe ich um.
Daß elektromagnetische Felder sich
auch störend auf den Schlaf des Menschen auswirken können, ist seit langem
bekannt. Dies gilt übrigens nicht nur für die "Segnungen" unserer
modernen Technik. Auch natürliche Frequenzen, z. B. die einer Gewitterfront
vorauseilenden Schumann-Wellen [6]
oder auch verstärkte Teilchenstrahlung von der Sonne bei Sonneneruptionen
können uns eine schlaflose Nacht bescheren. Hierzu schreiben wir im Buch "Spektrum der Nacht" (Kapitel "Die üblichen
Verdächtigen"):
"Weitere Wettereinflüsse, die
unser Körper registriert, sind zumeist elektromagnetischer Natur. Wie wir
inzwischen wissen, besitzt nicht nur unser Körper als Ganzes ein eigenes
Magnetfeld, sondern auch jedes unserer Organe hat seinen eigenen,
organspezifischen Magnetismus [7].
Darüber hinaus ist seit Neuestem bekannt, dass sogar das Erbmolekül, die DNA, in jeder
unserer Körperzellen die Funktion einer elektromagnetischen Antenne ausübt [8].
Diese vielfältigen Kraftfelder und Antennen unseres Körpers stehen
selbstverständlich mit natürlichem und technisch erzeugtem Elektromagnetismus
in Wechselwirkung.
[...]
Die Schumann-Frequenzen
sind aufgrund ihrer extrem großen Wellenlänge außerordentlich weitreichend und
breiten sich so um den ganzen Erdball herum aus. Die unterste
Erdresonanzfrequenz liegt derzeit im Durchschnitt bei knapp 8 Hertz, die nächst
höheren etwa bei 14 Hertz, 21 Hertz usw. Solche Frequenzen werden auch vom
menschlichen Gehirn produziert und sind im EEG messbar. Sie gehören zum Theta- und Beta-Spektrum
der Gehirnaktivitäten. Schwankungen der Schumann-Frequenzen können also
wiederum Reizbarkeit auslösen, aber auch den Schlaf stören.
Schwankungen in der Intensität und
Frequenz der Schumann-Wellen
wirken auf das parasympathische Nervensystem ein und können auch die
Gehirntätigkeit blockieren."
Bei der modernen Telekommunikation
durch Handys werden zwar keine Trägerwellen im Bereich der Schumann-Frequenzen
benutzt, sondern Frequenzen aus dem Mikrowellen- und Radarbereich, zwischen 500
MHz und über 1 GHz. Dennoch bestehen
ernste Gesundheitsgefahren, wenn ein Mensch längere Zeit diesen Strahlen
ausgesetzt ist. Hierzu ein Zitat aus unserem Buch "Zaubergesang"
(Kapitel "Geheimsache Gehirn"):
"Die Gefährlichkeit etwa von
Handy-Frequenzen
liegt auf ganz anderen Ebenen:
·
Als harmonische Oberwellen der Eigenfrequenz der DNA (150 MHz) können sie direkt auf unsere
Erbsubstanz einwirken (vgl. auch "Vernetzte Intelligenz")
·
Handy-Frequenzen sind im
Bereich von ca. 8 Hz gepulst, also im unteren Alpha-Bereich.
Dies führt zu einer direkten Wechselwirkung mit dem Gehirn, der
allerdings nicht die Gamma-Frequenzen [9]
betrifft. Die Gefahr liegt eher darin, dass - wie der Biophysiker Lebrecht von
Klitzing es formuliert - hier "einem chaotischen
System ein fremder Ordnungszustand aufgezwungen wird". Oder einfacher
ausgedrückt: natürliche Gehirnwellen sind nie regelmäßig. Äußere regelmäßige
Frequenzmuster, z. B. Handy-Modulationen, können aber dem Gehirn ihr Muster
aufzwingen. Ob das gut oder schlecht ist, ist eine zweite Frage. Zumindest ist
es unnatürlich. "
Bereits seit den siebziger Jahren ist bekannt, dass Mikrowellen Schlafstörungen auslösen können, aber auch Vibrationsgefühle, Halluzinationen, Augenbrennen, Kopfschmerzen, Übelkeit, Magen-Darm-Störungen, Reizbarkeit, Angst, Depressionen und Gedächtnisstörungen, also z. T. genau die Symptome, über die die Frau in unserem Interview von sich und ihren Nachbarn berichtete.
In den siebziger Jahren gab es zwar noch keine Handys, aber es gab damals den berühmten Fall, dass die amerikanische Botschaft in Moskau durch Mikrowellen bestrahlt wurde, wodurch bei den Botschaftsmitarbeitern die genannten Symptome, nach längerer Zeit sogar Krebserkrankungen ausgelöst wurden. Obwohl also diese Zusammenhänge seit Jahrzehnten bekannt sind, wurden sie offenbar bei der technischen Realisierung des flächendeckenden Funktelefonnetzes ignoriert.
Nach wie vor orientieren sich Wissenschaft, Industrie und Gesetzgeber praktisch ausschließlich an dem veralteten "Grenzwertmodell". Man berücksichtigt nur die sogenannten thermischen Wirkungen der Handystrahlung, also die Erwärmung des Körpergewebes durch die Energie der eindringenden Strahlung und daraus möglicherweise resultierende Schäden. Und da heißt es eben, je mehr Energie, desto stärker die Wirkung. Durch niedrige Grenzwerte hofft man so, den Schaden zu begrenzen oder auszuschließen.
Dabei hat Prof. von Klitzing bereits mehrfach klargemacht (u.a. auch in obigem Zitat), worum es in Wirklichkeit geht. Die Handystrahlen sind moduliert [10], d.h. informationstragend. Die Taktfrequenz ist so gewählt, dass das menschliche Gehirn auf sie reagieren kann, und so übernimmt es die übertragenen Informationsmuster und verarbeitet sie weiter, was immer sie auch beinhalten mögen. Diese athermischen Effekte sind seit Jahren bekannt, werden aber in der Öffentlichkeit trotzdem weitgehend vernachlässigt. Sie erzeugen Wirkungen im Körper unabhängig von der Stärke des Signals, ja sie wirken bei schwachen Signalen oft in paradoxer Weise sogar intensiver. Dieser Effekt ist in vergleichbarer Weise nur von der Homöopathie bekannt, deren Wirkungsweise ja auch bislang wissenschaftlich nur ungenügend erklärt ist.
Natürlich leidet nicht jeder Mensch gleich unter dem Handywellensmog. Zum einen gibt es Menschen, die ganz einfach sensibler auf elektromagnetische Frequenzen reagieren als andere. Zum anderen sind die möglichen Symptome so vielfältig, dass viele Menschen – auch Ärzte – gar nicht auf die Idee kommen werden, darin Gemeinsamkeiten zu finden. Es bedarf schon umfangreicher Recherchen, um z. B. in Schilddrüsenstörungen, Gallenerkrankungen und Herz-Kreislaufproblemen bei unterschiedlichen Bewohnern ein und desselben Hauses eine gemeinsame äußere Ursache zu erkennen. Ein Symptom ist jedoch bei fast allen Betroffenen des CFIDS-Syndroms gemeinsam vorhanden: schlechter Schlaf.
Schlafstörungen jedoch drohen heute sozusagen zur Volkskrankheit zu werden, wie wir im Buch "Spektrum der Nacht" festgestellt haben:
"Beinahe jeder zweite Deutsche beklagt sich über zu wenig
Erholung im Schlaf. Jeder dritte fühlt sich tagsüber müde, obwohl er geschlafen
hat. Jeder vierte hat abends Einschlafschwierigkeiten, und fast hundert Prozent
der Betroffenen trauen sich nicht, das zuzugeben."
Entscheidend ist es bei diesen Fakten, dass niemand sagen kann: "Na gut, ich besitze aber kein Handy, also mache ich das nicht mit." Damit Mobilfunk ordnungsgemäß funktioniert, bedarf er eines flächendeckenden Netzes von Übertragungsmasten, die die Impulse vom Funktelefon zur Basisstation des Handy-Anbieters weiterleiten und umgekehrt.
Diese Masten stehen mittlerweile überall, in unterschiedlichen Abständen. Auf dem flachen Land oder an den Küsten kann die Reichweite der Antennen bis zu 35 km betragen. In Großstädten beträgt sie im Durchschnitt einen Kilometer, manchmal aber auch nur einen Häuserblock weit. Entsprechend enger muss dort das Antennennetz sein.
Moderne Mobilfunkantennen sind immer kleeblattförmig in Dreiergruppen angeordnet. Sie decken den vollen Umfang von 360 Grad ab. Damit ist es heutzutage im Grunde unmöglich geworden, dieser Belastung durch Elektrosmog zu entgehen.

Abb. 1: Schema eines Handy-Netzes. Das Handy (links) kommuniziert mit der nächstgelegenen Basisstation (Handy-Mast, 2. v. l.), die drei Antennen in kleeblattförmiger Anordnung umfasst. Sie leitet das Signal weiter zum Netzwerk-Computer des Anbieters (3. v. l.) usw.
Besonders stark ist die Belastung natürlich, wenn in unmittelbarer Nähe des Wohnhauses ein solcher Mast montiert ist. Die Handy-Betreiber haben nichts unversucht gelassen, um durch lukrative Mietverträge Hausbesitzer, aber auch den Staat und die Kirchen dazu zu bringen, die Masten auf Dächern von Wohnhäusern, Schulen oder Kirchtürmen anbringen zu lassen. Das Problem wird dadurch noch verschlimmert, dass die unterschiedlichen Anbieter auch unterschiedliche Antennen benötigen, so dass das ganze Land sogar mehrfach verstrahlt wird. Zu den D1-Masten der Telekom kommt eben noch das Funktelefonnetz der anderen Anbieter wie E-Plus, O2 usw., deren Masten voneinander gut unterscheidbar sind. Beispiele sehen Sie in den folgenden Abbildungen.
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Abb. 2: D1-Mast |
Abb. 3: E-Plus-Mast |
Abb. 4: O2-Mast |
In der derzeitigen Situation gibt es wohl für einen Betroffenen, der unter dem Handywellensmog leidet, keine andere Wahl, als in ein Haus umzuziehen, wo kein solcher Mast in unmittelbarer Nähe steht. Eine solche Umzugsentscheidung kann sich jedoch schnell als nutzlos erweisen, da durch weitere Ausbaumaßnahmen des landesweiten Funktelefonnetzes (z. B. für UMTS) noch Tausende zusätzlicher Masten auf uns zukommen werden.
"Wenn Sie nachts nicht schlafen können, liegt es nicht am Kaffee, sondern am Bett", hieß es in einer alten Hollywood-Komödie aus den vierziger Jahren über die amerikanische Werbewirtschaft. Beides kann natürlich durchaus eine Ursache für schlechten Schlaf sein. Was die Regisseure damals noch nicht ahnen konnten – es ist möglich, dass Sie auch dann nicht schlafen können, wenn Ihr Bett in Ordnung ist und Sie abends auf Kaffee verzichtet haben. Dann sollten Sie vielleicht einmal aufmerksam aus dem Fenster schauen – vielleicht liegt es ja an einem Mast, der lautlos in Ihr Schlafzimmer strahlt?
Ausführliche Informationen zur modernen Schlafforschung
und zu Schlafstörungen finden Sie im Buch "Spektrum
der Nacht". Elektromagnetische Frequenzen und ihre Auswirkungen auf
Mensch und Umwelt behandeln wir im Buch "Zaubergesang".
Kontakt zu den Autoren: Grazyna Fosar · Franz Bludorf · Postfach 242 · D-12112 Berlin · Fax: 030-79 01 48 94 · E-mail: mailto:mail@fosar-bludorf.com |
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[1] REM = Rapid Eye Movement. Schlafphase, in der es zu schnellen Augenbewegungen kommt. Im REM-Schlaf finden die meisten (und lebhaftesten Träume statt), während es im Tiefschlaf eher zu körperlichen Erholungsprozessen kommt. (Genaueres zu den Schlafphasen im Buch "Spektrum der Nacht")
[2] Extrasystolen: zusätzliche Herzschläge (Systolen) zwischen den normalen rhythmischen Herzschlägen. Im Fall dieser Frau handelte es sich um ventrikuläre (von der Herzkammer = Ventrikel ausgelöste) multiforme (vielgestaltige) Extrasystolen.
[3] Tachykardie: Zu schneller Puls (über 100 Schläge pro Minute)
[4] Bradykardie: Zu langsamer Puls (unter 40 Schläge pro Minute)
[5] Pausis: Das (relativ lange) Zeitintervall zwischen einer Extrasystole und dem nächsten regulären Herzschlag. Das Zusammenspiel zwischen Extrasystolen und Pausis wird populär auch oft als "Herzstolpern" bezeichnet.
[6] Schumann-Frequenzen: Erdresonanzfrequenzen. Genaueres im Artikel "Der Übergang ins Frequenz-Zeitalter" oder im Buch "Zaubergesang".
[7] Genaueres hierüber im Buch "Zaubergesang".
[8] Mehr hierzu im Artikel "Der Biochip in unseren Zellen" oder im Buch "Vernetzte Intelligenz".
[9] Gamma-Frequenzen: Neuentdeckter Gehirnwellenbereich zwischen etwa 30 und 100 Hz. Gamma-Wellen spielen eine bedeutende Rolle in der Bewusstseinskontrolle sowie bei Gesundheitsgefahren durch technische Frequenzen (z. B. Teddybär-Frequenzen). Siehe hierzu unseren Artikel "Neuronale Bindung von Raum und Zeit" bzw. das Buch "Zaubergesang".
[10] Genauere Erläuterungen zu frequenz- und amplitudenmodulierten Schwingungen finden Sie in unserem Artikel "Internet aus der Steckdose – die lautlose Gefahr" (KonteXt 1/2001)