94,3 r.s.2 - der Nachfolgesender des alten „RIAS 2“ |
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„Hier ist RIAS
Berlin, eine freie Stimme der freien Welt.“ Für die Berliner gehörte dieser Satz vierzig Jahre lang so zum Alltag wie der Frühstückskaffee. Nach dem zweiten Weltkrieg rief die amerikanische Besatzungsmacht in Berlin den „Rundfunk im amerikanischen Sektor“ ins Leben, ein deutschsprachiges Programm, dessen Hauptzielsetzung es war, die Bevölkerung Ostdeutschlands mit Informationen zu versorgen. Der RIAS begleitete so die großen Ereignisse der Berliner Nachkriegsgeschichte. In ein RIAS-Mikrofon sprach John F. Kennedy im Juni 1963 vor dem Rathaus Schöneberg seinen berühmten Satz „Ich bin ein Berliner.“ Ab 1953 ging auch das zweite Programm des RIAS auf Sendung. Während RIAS 1 ein beliebter Allround-Informationssender der Berliner war und blieb, entwickelte sich RIAS 2 in den achtziger Jahren zu einem reinen Jugend-Musiksender. Nach dem Fall der Mauer und dem Abzug der Alliierten aus Berlin hatte auch der RIAS seinen ursprünglichen Auftrag verloren, und die USA waren nicht länger bereit, den Sender zu finanzieren. RIAS 1 ging im DeutschlandRadio Berlin auf, während aus RIAS 2 von der neugegründeten privaten „Radio-Information Audio Service Zwei GmbH“ übernommen wurde, die sich auch als „RIAS“ abkürzen läßt. Da man allerdings aus rechtlichen Gründen den Namen RIAS nicht verwenden durfte, wählte man das ähnlich klingende Kürzel r.s.2. Am 1. 6. 1992 ging das neue Jugendprogramm auf Sendung. Obwohl der Sender heute offiziell nicht mehr unter amerikanischer Leitung steht, sind, wie unser Artikel zeigt, noch enge Verbindungen zu amerikanischen Stellen vorhanden. Mehr Infos über http://rias2-history.de |
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